Enorme Nachfrage nach Elektro-Rollern

EWE Go zieht positive Bilanz nach Marktstart in Oldenburg / Klimafreundliches Sharing-Modell schließt Mobilitätslücke

Oldenburg, 10. August 2020  Sie fallen auf: Die 114 himmelblauen Elektroroller, die seit gut zwei Monaten überall in Oldenburg unterwegs sind. Mittlerweile gehören die kleinen Flitzer fest zum Stadtbild. Per App kann man diese ganz einfach ausleihen – ein Modell, das bei den Oldenburgern und den Gästen der Stadt gut ankommt. „Unsere E-Roller sind ständig in Bewegung, zeitweise haben wir so viele Anfragen, dass kaum genügend Fahrzeuge bereit stehen“, berichtet Aike Meyer zu Natrup von EWE Go. Das Mobilitätsunternehmen des Oldenburger Energie- und Telekommunikationsdienstleisters EWE hat das Sharing-Modell ins Leben gerufen.

Meyer zu Natrup berichtet: „Das Interesse an den E-Rollern ist enorm. Das haben wir – bei allem Optimismus – so nicht erwartet. Bis heute haben sich rund 5.000 Nutzer bei uns registriert, insgesamt kommen wir auf knapp 4.000 Rollerfahrten und rund 27.000 gefahrene Kilometer. Das zeigt uns, dass wir aufs richtige Pferd beziehungsweise Gefährt gesetzt haben.“

Die E-Roller – nicht zu verwechseln mit Tretrollern beziehungsweise Kick-Scootern – fahren ausschließlich mit hundertprozentigem Ökostrom.  Mit einer Reichweite von rund 100 Kilometern und einer Maximalgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern schließen sie die Lücke zwischen Fahrrad und Auto. Gleichzeitig bieten sie eine gute Alternative für alle, die aufgrund der Corona-Pandemie öffentliche Verkehrsmittel meiden wollen. „Sie bieten für Bewohner und Besucher der Stadt einen echten Mehrwert und dazu noch jede Menge Fahrspaß“, betont Meyer zu Natrup. Zudem sorgen sie – als Autoersatz – für saubere Luft in der Stadt. Über die Feinstaubbelastung in den Städten wurde in der Vergangenheit auch in Oldenburg heftig diskutiert, da dort der Kohlendioxid-Grenzwert oftmals überschritten wurde.

Schon vor dem offiziellen Marktstart waren die E-Roller heiß begehrt. Aufgrund der Corona-Pandemie verschob EWE Go den Verleih und stellte die Motorroller zunächst Menschen in systemrelevanten Berufen kostenfrei zur Verfügung. Auch Gastronomiebetriebe durften die E-Roller für ihre Lieferfahrten kostenfrei nutzen. „Diese Zeit war für uns eine gute Testphase, um zu sehen, ob das Leihmodell funktioniert und wie die Roller angenommen werden. Auch hier waren wir überwältigt von der großen Nachfrage und dem durchweg positiven Feedback der Nutzerinnen und Nutzer“, berichtet Meyer zu Natrup.

Damit hat EWE Go ein wichtiges Ziel erreicht: „Mit dem E-Rollersharing wollen wir für Elektromobilität begeistern und zeigen, wie einfach und sicher der klimafreundliche Fahrspaß ist“, sagt Heiko Hambrock, Geschäftsführer von EWE Go. Auf diese Weise sollen Berührungsängste abgebaut und  der Umstieg auf elektrische Antriebe erleichtert werden. Hambrock weiter: „Gleichzeitig greifen wir mit unseren E-Rollern einen Trend auf, der in vielen europäischen Metropolen fest zum Alltag gehört: teilen statt zu besitzen. Car- und Bikesharing sind vielerorts bereits etabliert. Das Geschäft mit den Leihrollern dagegen ist noch relativ neu, kommt seit kurzem aber auch hierzulande in Schwung. Zukünftig wollen wir unser Rollersharing-Angebot ausbauen und planen dazu Kooperationen mit ortsansässigen Unternehmen, wie zum Beispiel Hotels, Jugendherbergen, Firmen, Touristen- und Freizeitunternehmen oder Krankenhäuser.“

Wie funktioniert das E-Rollersharing?

Abgerechnet wird nach dem Minuten-Prinzip: Je angebrochene Fahrminute wird ein Centbetrag fällig. Die Tagesmiete ist mit einem festen Betrag gedeckelt.

Ums Laden müssen sich die Fahrerinnen und Fahrer nicht kümmern. Das übernimmt ein Serviceteam von EWE Go und tauscht die leeren Akkus gegen volle aus – natürlich werden auch diese Fahrten mit einem Elektro-Fahrzeug klimaneutral erledigt. Zudem desinfiziert das Serviceteam die Roller in regelmäßigen Abständen. Jedem Roller liegen Desinfektionsmittel bei  und zwei Helme in verschiedenen Größen sowie Hygienehauben. Diese bedecken den Teil des Kopfes, der mit dem Helm in Berührung kommt.

Weitere Infos erhalten Interessierte unter www.ewe-go.de/rollersharing/